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Schreibschrift · 6 Min. Lesezeit

Schreibschrift lernen: Wann und wie Kinder die verbundene Schrift lernen

Von Maxwel A. DMello · Kognixr · Oktober 2026

Die verbundene Schreibschrift ist für viele Kinder ein großer Schritt. Nach den Druckbuchstaben müssen sie neue Formen lernen, Buchstaben verbinden und flüssiger schreiben. Mit etwas Übung und der richtigen Reihenfolge gelingt das aber gut. Hier finden Sie einen Überblick für Eltern.

Ab wann lernen Kinder Schreibschrift?

In Deutschland lernen Kinder in der ersten Klasse meist zuerst Druckschrift oder eine Grundschrift. Die verbundene Schreibschrift folgt häufig ab der zweiten Klasse. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Bundesland, von der Schule und manchmal von der einzelnen Lehrkraft ab. Einige Schulen arbeiten inzwischen vor allem mit der Grundschrift, die Kinder später selbst zu einer verbundenen Handschrift weiterentwickeln.

Fragen Sie am besten in der Schule nach, welche Schrift Ihr Kind lernt und wann sie eingeführt wird. So üben Sie zu Hause genau das, was auch im Unterricht verwendet wird.

Welche Ausgangsschriften gibt es?

SchriftKurzbeschreibung
Lateinische Ausgangsschrift (LA)Klassische, stark verbundene Schreibschrift mit Schleifen und Schwüngen. Wird in vielen Bundesländern verwendet.
Vereinfachte Ausgangsschrift (VA)Vereinfachte Form der LA mit einheitlicheren Buchstabenformen.
Schulausgangsschrift (SAS)Eigene Form der verbundenen Schrift, vor allem in den östlichen Bundesländern verbreitet.
GrundschriftUnverbundene, druckschriftnahe Schrift, aus der Kinder ihre eigene Handschrift entwickeln.

Die Übungshefte der Reihe Schreibschrift lernen von Kognixr verwenden die Lateinische Ausgangsschrift (LA).

In welcher Reihenfolge üben?

Bewährt hat sich ein Aufbau in kleinen Schritten, bei dem jede Stufe auf der vorherigen aufbaut:

  1. Schwungübungen: Bögen, Wellen, Girlanden und Schleifen lockern die Hand und bereiten die Bewegungen der Buchstaben vor.
  2. Kleinbuchstaben: einzeln, in der richtigen Bewegungsrichtung.
  3. Großbuchstaben und Verbindungen: wie Buchstaben sauber ineinander übergehen.
  4. Wörter und Sätze: erst abschreiben, dann eigene kurze Sätze.
  5. Flüssig und persönlich schreiben: Tempo, Lesbarkeit und eine eigene Handschrift entwickeln.

Tipps für das Üben zu Hause

  • Kurz und regelmäßig: 10 bis 15 Minuten an mehreren Tagen der Woche bringen mehr als eine lange Einheit am Wochenende.
  • Auf die Haltung achten: aufrecht sitzen, Füße auf dem Boden, Stift locker im Dreipunktgriff.
  • Den richtigen Stift wählen: ein weicher Bleistift oder ein Füller für Schulanfänger macht das Schreiben leichter.
  • Lineatur nutzen: Die Linien helfen, die richtige Größe von Ober-, Mittel- und Unterlängen zu treffen.
  • Loben, was gelingt: Zeigen Sie auf den schönsten Buchstaben einer Zeile, statt jeden Fehler zu korrigieren.
  • Nicht zu viel auf einmal: lieber eine Zeile sorgfältig als eine ganze Seite unter Zeitdruck.

Wenn es schwierig wird

Viele Kinder haben Phasen, in denen das Schreiben anstrengend ist oder die Schrift unordentlich wird. Das ist normal. Gehen Sie dann einen Schritt zurück, zum Beispiel zu Schwungübungen, und machen Sie Pausen. Wenn Ihr Kind dauerhaft große Schwierigkeiten mit der Stifthaltung oder der Feinmotorik hat, sprechen Sie mit der Lehrkraft; sie kann einschätzen, ob zusätzliche Unterstützung sinnvoll ist.

Die Kognixr-Übungshefte

Die Reihe Schreibschrift lernen folgt genau dieser Reihenfolge in vier Bänden, vom ersten Schwung bis zur eigenen Handschrift. Alle Bände gibt es als druckbares PDF im DIN-A4-Format oder gesammelt als komplette Sammlung, auch als Taschenbuch.